China-Aktien: Greater China Precision Components

18. Januar 2013 -   -  Stefan Mohr

Greater China Precision Components ist ein weiteres in Deutschland notiertes chinesisches Unternehmen. Greater China Precision Components stellt Kunststoffgehäuse für Mobiltelefone und Tablets her, und bietet Spritzlackierung der Gehäuse bis hin zur Endmontage der Geräte an.

Website: greater-cpc.com

Die Kunden sind hauptsächlich große bekannte Elektronikhersteller. Laut Emissionsprospekt entfielen 2006 auf die 5 größten Kunden rund 90% der Umsätze. Greater CPC ist also recht abhängig von wenigen Großkunden. Genannt werden als Kunden im Emissionsprospekt 2007 Nokia, Sony und Alcatel. Aktuellere Informationen gibt es leider nicht.

Das ist sowieso ein großer Nachteil. Die Geschäftsberichte enthalten quasi nur den Jahresabschluss und Anhang. Natürlich lassen sich daraus auch viele Informationen ziehen, weitere Informationen wären aber auch nicht schlecht. Gelegentliche Announcements und Informationen zum Unternehmen gibt es aber immerhin auf der Website.

Gegründet wurde die operativ tätige Tochtergesellschaft Green Precision Components, damals noch unter anderem Namen, 2002. Der Börsengang der in Singapur ansässigen Holdinggesellschaft Greater China Precision Components erfolgte 2007. Das Unternehmen gehört also schon zu den “älteren” in Deutschland börsennotierten Chinaaktien.

Ertragszahlen

Dass Greater CPC schon länger an der Börse notiert ist, hat natürlich den großen Vorteil, dass schon eine gewisse Historie vorhanden ist.

in Mio. RMB 6M 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
Umsatz 304,8 589,6 305,1 245,9 202,2 244,1 168,4 100,3 87,0
EBIT 46,2 76,9 38,4 36,7 42,9 65,5 36,5 9,0 3,3
EBT 45,9 76,3 38,2 36,6 42,0 64,4 35,2 7,8 2,1
Nettogewinn 37,5 60,4 33,0 31,8 42,0 64,4 23,5 5,2 1,4

(1 Eur entspricht momentan rund 8,3 RMB)

Auch hier ist übrigens wieder zu beachten, dass das Unternehmen 2007 und 2008 von der Ertragssteuer befreit war und bis einschließlich 2011 dann nur halbe Ertragssteuer zahlen musste. Ab 2012 fällt also die volle Ertragssteuer von 25% an.

Da die verfügbare Historie für Greater CPC schon etwas länger ist, macht es vielleicht Sinn, sich mal die EBIT-Margen anzusehen.

in Mio. RMB 6M 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
EBIT-Marge 15,2% 13,0% 12,6% 14,9% 21,2% 26,8% 21,7% 9,0% 3,8%

Interessant ist hier, dass der bisher erzielte Bestwert im Jahr des Börsengangs 2007 anfiel. Ich möchte hier garkeinen Betrug unterstellen. Aber klarmachen sollte man sich eines: an die Börse geht man, wenn der Laden gerade gut läuft und man hohe Preise erzielen kann… Das muss nicht heißen, dass die Gewinne nach dem Börsengang einbrechen müssen, aber passieren kann das schon. Und ich denke dass das einigen China-Kandidaten die in den letzten Jahren an die Börse gegangen sind passieren wird. Welchen weiß ich nicht und ob das die extrem niedrigen aktuellen Kurse rechtfertigt ist natürlich auch fraglich.

Auch die Eigenkapitalrendite ist sicher mal einen Blick wert:

in Mio. RMB 2011 2010 2009 2008 2007
Eigenkapitalrendite 12,3% 7,5% 7,6% 10,8% 18,1%

Die Renditen die hier erzielt werden, sind nicht unbedingt berauschend. Alles andere wäre in dem hart umkämpften Markt in den Greater CPC aktiv ist allerdings auch merkwürdig.

Dividenden und Aktienrückkäufe

Was mir gut gefällt ist, dass Greater CPC Dividenden zahlt.

2011 2010 2009 2008
Dividende pro Aktie / RMB 0,38 0,3 0,3 -
Dividendensumme / Mio. RMB 9,6 7,8 7,8 -

Zwar wird nur ein recht kleiner Teil der Gewinne als Dividende ausgezahlt, aber immerhin zeigt das, dass Greater China irgendwie wohl wirklich Geld hat. Und bei den aktuell niedrigen Kursen entsprechen 0,36 RMB Dividende immerhin einer Dividendenrendite von rund 5%.

Auch Aktienrückkäufe hat Greater China in der Vergangenheit durchgeführt und zwar in den Jahren 2008, 2010 und 2011.
Während direkt nach dem Börsengang 27,5 Mio. Aktien im Umlauf waren, liegt die Zahl jetzt bei knapp 26 Mio. Das sind keine Riesenbeträge die dafür ausgegeben wurde, aber immerhin wurden rund 5% der ausstehenden Aktien zurückgekauft. Die meisten davon wurden übrigens bereits eingezogen.

Bilanz


(in Mio. RMB) 30.09.2012 zzgl. Einfluss Börsengang
Sachanlagen 261
Landnutzungsrechte 19
Voräte 80
Forderungen aus LuL 181
Zahlungsmittel und Investments 152
Eigenkapital 519
Finanzschulden 0
Lieferantenverbindlichkeiten 156

In den Zahlungsmitteln und Investment sind 18,6 Mio. RMB verpfändete Zahlungsmittel enthalten, 10,4 Mio. RMB börsennotierte US-Aktien und 30 Mio. RMB an verzinsten Darlehen an an Unternehmen der Führung von Greater CPC (!).

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sollte beachtet werden, dass diese hauptsächlich auf US-Dollar lauten.

nachhaltiges Geschäftsmodell?

Klar machen sollte man sich, dass Greater China Precision Components in einem recht hart umkämpften Markt tätig ist. Tendenziell sollten die Auftraggeber des Unternehmens eher am längeren Hebel sitzen und dies dazu nutzen können, die Preise zu drücken. Die Preissetzungsmacht von Greater CPC sollte also recht begrenzt sein. Auch die steigenden Löhne in China tragen sicher nicht dazu bei, die Margen zu erhöhen.

Auf der anderen Seite war Greater CPC in den letzten Jahren aber immerhin durchgängig profitabel, wenn auch die Eigenkapitalrenditen eher durchwachsen aussehen. Derzeit werden wieder Renditen jenseits der 10% auf das Eigenkapital erzielt, Traumrenditen kann man hier in Zukunft aber sicher nicht erwarten. Auch von stärkeren Schwankungen aufgrund weniger Großkunden kann man in Zukunft sicherlich ausgehen.

Bewertungskennzahlen

Schauen wir auf einige einfache Bewertungskennzahlen:

Kurs / Net Current Asset Value: 1,0
Kurs-Buchwert-Verhältnis: 0,35
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2011: ca. 3

Das KGV sollte man natürlich sehr vorsichtig betrachten, da 2011 besonders starke Umsätze und Gewinne zu verzeichnen waren. Auch wenn das Halbjahresergebnis 2012 darauf hindeutet, dass es auch 2012 wieder ähnlich ausgesehen hat, sollte man bedenken, dass es auch schon schlechtere Jahre gab.

Fazit

Auf den ersten Blick sieht Greater China Precision Components vielleicht nicht so toll aus. Die traumhaften Eigenkapitalrenditen einiger chinesischer Sportartikelhersteller sucht man hier vergeblich. Vielleicht sind dafür die Chancen hier aber besser, dass diese Ergebnisse auch einigermaßen nachhaltig erzielt werden können.

Ein totales Qualitätsunternehmen mit großen Wettbewerbsvorteilen ist Greater CPC sicher nicht. Aber ein KBV von 0,35 für ein profitables Unternehmen ist eben doch sehr günstig…

Was mir auch sehr gut gefällt sind Dividenden und Aktienrückkäufe.

Greater China Precision Components ist in meinen Augen eines der interessanteren Chinaunternehmen.

Update: Es gibt einen Folgeartikel zu Greater China Precision Components

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Kommentare [22]

  1. — Martin · 18. Januar 2013, 15:09 · #

    Das Fehlen von Schulden und somit mögliche Hebeln der Eigenkapitalrendite sind auch positiv.

  2. Till · 18. Januar 2013, 16:28 · #

    Hi Stefan,

    ich fand deine Artikel zu Griechenland und Portugal spannender. Bei der Analyse der in Deutschland notierten chinesischen Aktien fehlt mir aber der Value-Ansatz. Alle vorgestellten Unternehmen sind extrem günstig (ohne Frage), aber wenn du kein Weg findest sicherzustellen, dass die Zahlen stimmen, wirst du kein Investment finden, da es immer ein zu grosses Risiko ist, zu investieren. In Griechenland und Portugal hat man zwar auch mit Risiken zu kämpfen, allerdings gehen wir mal davon aus, dass die Daten auf denen man seine Entscheidung trifft, zumindest ungefähr stimmen. Ich würde mir also wieder mehr Analysen in die Richtung wünschen.

    Gruss,
    Till

  3. Stefan Mohr · 18. Januar 2013, 17:47 · #

    Hallo Till,

    mal ketzerisch gefragt, wie stellst du bei griechischen, portugiesischen oder deutschen Aktien sicher, dass die Zahlen stimmen? Ich gehe stark davon aus, dass du es machst wie ich: einfach vertrauen in der Hoffnung, dass es schon irgendjemand aufgefallen wäre.
    Auch wenn zugegebenermaßen in Europa die Chance größer ist, dass es schon irgendjemand aufgefallen wäre.

    Natürlich ist es eine Tatsache, dass es bei Chinaaktien Betrugsfälle gegeben hat, und vielleicht werden auch noch einige mehr aufgedeckt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Kurse hier übertrieben billig sind.

    Ich würde in keiner dieser Chinaaktien eine größere Position aufbauen, aber einen Teil des Gesamtdepots werde ich sicherlich auf einige dieser Werte aufteilen, mit recht kleinen Positionsgrößen pro Wert.

    Mir ist klar, dass das nicht jedermanns Sache ist und vielleicht liege ich auch falsch. Ich kann auch verstehen dass diese Artikel nicht jeden Leser interessieren. Aber da ich mich momentan damit beschäftige liegt es eben nahe, etwas dazu zu schreiben. Und sei es nur, damit ich selbst einen besseren Überblick bekomme und später nochmal nachlesen kann ;)

    In einem Punkt kann ich alle beruhigen, die sich nicht für die Chinaaktien interessieren: der Fokus des Blogs wird sich auch wieder anderen Themenbereichen zuwenden.

  4. Till · 18. Januar 2013, 22:45 · #

    :) Wäre auch mein Argument gewesen. Betrugsfälle habe ich auch in Deutschland, Griechenland und Portugal, das ist ohne Frage. Allerdings habe ich dank der EU auch eine gewisse Rechtssicherheit. Ich denke nicht, dass diese Rechtssicherheit mir tatsächlich hilft, wenn jemand seine Zahlen fälscht – Enron lässt grüssen. Allerdings mindert die Rechtssicherheit enorm das Moral Hazard. Diesen Effekt habe ich in China nicht. Die Rechtssicherheit in Europa reduziert den Willen von Managern mich zu betrügen. Das sollte man einfach auch bei kleinen Investments in chinesische Unternehmen bedenken.

    Ich freu mich schon auf den Abschluss deiner Chinaserie ;) Keep up the good work!

    Till

  5. — Martin · 19. Januar 2013, 11:46 · #

    Korrektheit der Zahlen und Rechtssicherheit/politisches Risiko sind für mich verschiedene Sachen.
    Warum Manager in Europa geringere Anreize haben ihre variable Vergütung hochzurechnen als in China erschließt sich mir nicht, zumal chinesische Unternehmen oft Familienunternehmen sind. Als Gegenbeispiel fällt mir da der westliche Finanzsektor mit “bonusfreundlichen” Risikomodellen und zu geringen Abschreibungen/Rückstellungen ein.

    Das Problem der Rechtssicherheit haben aber auch Investitionen der westlichen Firmen in China. Wenn man China sehr kritisch sieht, kommen u.a. deutsche Automobilwerte auch nicht in Frage, da ihr Wert immer stärker von China abhängt.

  6. — hebel1000 · 19. Januar 2013, 12:46 · #

    Bezüglich Willen der Manager, zu betrügen:

    Ich vermute, was Till meint, ist einfach dass es in Europa/USA richtig Ärger gibt, wenn ein Bilanzbetrug aufgedeckt wird.

    In China bin ich mir da hingegen nicht so sicher: Was Industriespionage und Produktpiraterie angeht, schützt der chinesische Staat z.B. nicht die Interessen ausländische Unternehmen oder Investoren. Vielmehr hilft er bei Industriespionage teilweise noch richtig mit.

    Die Frage ist nun: Hat der chinesische Staat irgendein Interesse, Bilanzbetrug chinesischer Unternehmen an deutschen Aktionären zu verfolgen bzw. bei einer Verfolgung zu helfen? Oder kann ein chinesisches Unternehmen einfach ausländische Investorengelder einsammeln und verschwinden, ohne dass die Verantwortlichen jemals belangt werden?

    Ich kenne mich damit nicht aus. Aber die Frage sollte man sich schonmal stellen, bevor man in chinesische Unternehmen investiert.

  7. — hebel1000 · 19. Januar 2013, 12:56 · #

    Noch eine andere Sache, die man bedenken sollte: Auch Unterhalb der Schwelle des direkten Betrugs kann man die Investoren durchaus übers Ohr hauen:

    Z.B. kann man gerade in Familienunternehmen die Gewinne statt als Dividenden in Form von hohen Managergehältern (an Familienmitglieder z.B.) ausschütten. Das geht natürlich auch über überteuerte Aufträge an Briefkastenfirmen im Familienbesitz, über irgendwelche Deals außerhalb der Bilanz, etc. Die Möglichkeiten der Gewinnausschüttung an den Aktionären vorbei sind fast unbegrenzt…

    Natürlich wird sowas bis zu einem gewissen Grad in jedem Land gemacht. Allerdings ist sowas natürlich schwieriger, riskanter, bzw. nur in kleinerem Umfang möglich, wenn das entsprechende Land ein striktes Rechtssystem hat und auch durchsetzt. Und das traue ich eben z.B. Deutschland oder den USA eher zu als China. Vor allem, wenn es um ausländische Investoren geht.

  8. — Rainer · 20. Januar 2013, 19:12 · #

    Hallo!

    Ich finde deine Serie zu den China-Aktien und die Diskussion um genau diese sehr interessant!

    Meiner Meinung nach, ist die Schlüsselfrage hier nicht so sehr, ob die Zahlen in den Berichten gefälscht sind oder nicht.
    Dies kann, wie schon richtig gesagt wurde,auch bei anderen Unternehmen in Europa oder Nordamerika der Fall sein.

    Die Schlüsselfrage hier lautet eher:
    “Ist Mr. Market bereit für die China-Aktien in naher Zukunft einen fairen Preis zu bezahlen, obwohl er im Moment im vertrauten Süden Europas noch ziemlich günstige Titel erwerben kann?”

    Das Image dieser Titel ist so geschädigt, dass es durchaus sein kann, dass die Unterbewertung zum dauerhaften Zustand wird.
    Immerhin ist die Reputation Chinas in deutschen Medien in Bezug auf Transparenz etc. eher negativ.

    Genauso gut kann es jedoch sein, dass die Kurse aufgrund von steigenden Preisen bewährter Titel und damit mangels Alternative bald explodieren.

    Eine wirklich schwierige Entscheidung.

  9. — Musti · 21. Januar 2013, 08:51 · #

    Hallo,

    auch eine Caterpillar ist ein Opfer von chinesischen Firmen geworden:

    http://derstandard.at/1358304070825/Bilanzbetrug-in-China-kommt-Caterpillar-teuer

    Ich denke bevor man in chinesische Firmen investiert (auch wenn es im “Kompetenzzirkel” sein sollte), sollte man die Kultur verstehen.
    Und da denke ich, dass man als Europäer die Kultur in Europa besser versteht.

  10. — Martin · 21. Januar 2013, 10:59 · #

    Mehrere hochrangige Manager sollen vorsätzlich und bereits Jahre vor dem Kauf durch Caterpillar Bilanzbetrug betrieben haben.
    Caterpillar ist kein chinesisches Unternehmen und das China-Risiko steckt auch in internationalen Aktien. Daher müsste jeder, der generell nicht in ein chinesisches Unternehmen investieren würde auch internationale Unternehmen mit relevantem Umsatz bzw. Geschäftsaktivitäten in China verkaufen (z.B. gewisse Autowerte, Luxuswerte).

    Wenn man eh dieses Risiko eingeht, warum dann nicht direkt chinesische Firmen kaufen, weil viel billiger?

  11. — Chaka · 22. Januar 2013, 11:32 · #

    “30 Mio. RMB an verzinsten Darlehen an Unternehmen der Führung von Greater CPC (!).”

    Damit erledigt sich jede weitere Zeitinvestition in die Aktie.

  12. — Philipp · 31. Januar 2013, 19:08 · #

    Guten Abend!

    Heute ist EON um fast 50ct
    (akt. Kurs ca.12,8€) gefallen. Grund genug mir mal das Unternehmen anzuschauen, habe ich gedacht.

    Was habe ich gesehen?
    Im Jahr 2011 hat Eon 1,16/Aktie Verlust gemacht, nachdem die vorherigen Jahre durchweg positiv uns stabil waren (außer beim Ausbruch der Krise nur 50ct Gewinn/Aktie). Für 2012 werden die Erwartungen wahrscheinlich erfüllt und wieder ein Gewinn verbucht. Auch der Umsatz wird wahrscheinlich gesteigert werden können.

    Natürlich wird der Verlust auf das EEG und den Atomaustieg etc. zurückgeführt.
    Meiner Meinung nach könnte das Defizit bei einer höheren Effizienz Eons geringer ausfallen, aber das ist eine andere Geschichte.

    Auch das KBV lässt im Moment auf eine günstige Gelegenheit schließen.

    Was mich ein wenig stört, ist die Dividende. Natürlich ist eine Dividende etwas Tolles, aber ich denke, dass gerade in Zeiten von großen Umstrukturierungen besser auf eine Div. verzichtet und das Geld stattdessen investiert wird (siehe Telefonica).

    Des Weiteren erscheint mir der Schuldenstand hoch.

    Aber wie war das noch? Ab einem gewissen Preis, ist jede Firma attraktiv.

    Mein Problem ist nur, dass meine Fähigkeiten (noch) nicht ausreichen, um die zukünftige Entwicklung bzw. Ertragskraft so abschätzen zu können, dass ich wirklich 100% hinter meiner Entscheidung stehe.

    Hast du vielleicht eine Idee oder ein paar Tipps?

    Gruß

    Philipp

  13. — Philipp · 31. Januar 2013, 19:27 · #

    Hallo nochmal,

    habe vergessen zu erwähnen, dass EON eine Gewinnwarnung für 2013 raus gegeben hat (also 2012 wahrscheinlich Gewinne und 2013 =??).

    Klar die Politik hat im Moment auch ihre Finger im Spiel. Das ist natürlich immer blöd.

    Also jetzt die goldene Frage. Wie weit muss der Kurs noch fallen, damit er attraktiv wird?

    Hast du eine Idee?

    Danke!

  14. Stefan Mohr · 31. Januar 2013, 20:56 · #

    Hallo Philipp,

    ja, der Kurs von EON ist tatsächlich stark gebeutelt und sieht nach einigen Bewertungskriterien günstig aus.

    Aus folgenden Gründen werde ich mir die Aktie jedoch nicht ansehen:

    1. EON ist recht groß und unübersichtlich
    2. Ganz viele Leute inklusive großer Investoren schauen sich EON an. Ich schau mich lieber da um, wo ich weniger Konkurrenz habe

    Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass im Energiesektor in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so einiges anders werden wird. Es ist vermutlich nicht so leicht, die Konsequenzen für EON da abzuschätzen.

    Gerade wenn du deinen Fähigkeiten noch nicht so sehr vertraust, empfehle ich einfach überschaubare Unternehmen. Es gibt mehr als genug davon…

  15. — bb · 2. Februar 2013, 20:02 · #

    Hi Stefan. Du entwickelst dich ja langsam richtig zum China Experten :)

  16. Stefan Mohr · 3. Februar 2013, 09:54 · #

    Nun ja, ich kratze noch immer an der Oberfläche, ich befürchte bis zum Experten ist es noch weit ;)

  17. Robert Michel · 4. Februar 2013, 18:43 · #

    Beim wievielten Hanzi bist du denn inzwischen?

  18. Stefan Mohr · 5. Februar 2013, 08:22 · #

    7 Artikel über deutsch-china-aktien gibts bereits, beim 8. bin ich jetzt.
    Sitz an diesem 8. Kandidaten (fängt mit a an hört mit bamboo auf) jetzt eine gefühlte Ewigkeit, ich hoffe ich krieg den Artikel die Woche noch fertig ;)

  19. Robert Michel · 5. Februar 2013, 19:34 · #

    Ich wollte eigentlich darauf anspielen, dass ein echter China-Experte auch die Sprache können muss (Hanzi = chinesische Schriftzeichen). Aber mit der Antwort gebe ich mich auch zufrieden.

  20. — Martin · 5. Februar 2013, 22:11 · #

    Es gibt einfach zuviele Hanzi und man muss die nicht nur auswendig hinpinseln, sondern jeder Strich muss in der richtigen Richtung ausgeführt werden.
    http://chinesepod.com/ ist ziemlich gut zum Lernen der Sprache geeignet, aber nicht kostenlos.

    Als Investor kann man auch mal von Sunzi “die kunst des krieges” lesen. Ist auch nicht allzu lang.

    Bin schon auf A….bamboo gespannt.

  21. — debi · 11. April 2013, 07:56 · #

    Guten Morgen.

    Ich habe mir gerade den “Unaudited First Half Year Report” von 2012 angeschaut und stoße bei den Dividenden auf folgenden Satz:

    The directors do not recommend the payment of any dividend for the period ended 30 June 2012.

    Verstehe ich das richtig, das der Vorstand eigentlich gar keine Dividende zahlen will? Wie kommt es dann eigentlich zu einer Dividendenzahlung, wenn doch der Vorstand gar keine Dividende vorschlägt?

    Viele Grüße

  22. Stefan Mohr · 11. April 2013, 08:43 · #

    Der Satz tauchte auch schon in anderen Halbjahresberichten auf. Das heißt nur, dass der Vorstand für das Halbjahr keine Dividende vorschlägt.
    Im Geschäftsbericht 2011 steht stattdessen der Satz:
    “Subsequent to the reporting period, the directors proposed a final dividend of RMB0.38 per ordinary share for the year ended 31 December 2011.”

    Der Satz im Halbjahresbericht ist also kein Hinweis darauf, dass 2012 keine Dividende ausgeschüttet werden soll…

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