SMT Scharf - indirekt profitieren vom Rohstoff-Boom?

10. März 2014 -   -  Stefan Mohr

SMT Scharf (SMT = Solutions for Mining Transport) entwickelt und produziert vor allem entgleisungssichere Bahnsysteme für den Bergbau.
Ich hatte mir das Unternehmen vor Jahren (glaube Anfang 2010) bereits einmal angesehen. Meine Schlussfolgerung damals: die Umsätze in Deutschland sinken immer weiter aufgrund der Einstellung des Steinkohlebergbaus. Dieser Rückgang wird durch steigende Auslandsumsätze kompensiert. Wenn aber die Inlandsumsätze irgendwann gegen Null gehen und die Auslandsumsätze weiter steigen, wird das Unternehmen in den nächsten Jahren stark wachsen. Genau das hat sich in den letzten Jahren bewahrheitet. Eingestiegen bin ich damals leider trotzdem nicht, weil ich nicht so recht erklären konnte, wo der Wettbewerbsvorteil von SMT Scharf ist, dass sie Eigenkapitalrenditen jenseits der 20% erzielen können.

Notizen zu SMT Scharf: wichtige Fakten zusammengefasst

Wie auch immer, Zeit sich mal wieder mit SMT Scharf zu beschäftigen, was ich heute vormittag mal getan habe. Hier einige Stichpunkte mit wichtigen Fakten die ich mit notiert habe. Wenn nicht anders angegeben, stammen alle Fakten aus dem Geschäftsbericht 2012 bzw. den letzten Quartalsberichten.

  • Herstellung von entgleisungssicheren Bahnsystemen seit mehr als 40 Jahren
  • Einsatz Produkte vor allem in Kohlebergwerken (75%), Rest: Hard Rock Bergbau (Gold, Platin, Kupfer oder Nickel…). Hier kein Explosionsschutz nötig, ansonsten geringe Unterschiede
  • Weltmarktführer Einschienenhängebahnen: 1400 installierte Systeme weltweit, 530 davon von SMT
  • Jahresumsatz Einschienenhängebahnen: 250 Stück = 100 Mio. € + 100 Mio. € Servicegeschäft. Anteil SMT daran: ca. 40% (Quelle)
  • Servicegeschäft von SMT: rund 40% Umsatzanteil
  • Inlandsumsatzanteil aktuell noch 8%, ab 2018 voraussichtl. 0%, China + Russland zusammen > 50%
  • Wachstumsziel 15% p.a. im Kerngeschäft für die nächsten 5 Jahre
  • EBIT-Marge soll in den nächsten 5 Jahren auf 20% gesteigert werden, aktuell rund 15% (Quelle)
  • Konjunkturzyklen im Bergbau: Umsatzmix aus Neuanlagen- und Reparaturgeschäft (inkl. Ersatzteile und Service) verringern die Auswirkungen
  • weltweite Vertretungen in allen wichtigen Bergbauregionen
  • Hard Rock soll in ferner Zukunft Hauptbetätigungsfeld werden, daher wird hier stärker investiert. (Kohle: “Cash Cow”, Hard Rock: “Star”)
  • Kohleabbau wird zunehmend schwieriger (leicht erreichbare Lagerstätten zunehmen ausgebeutet), Bedarf Transportlösungen im Bergbau verzeichnet größeres Wachstum als Bergbau insgesamt
  • Transportkosten bei Kohle im Verhältnis zum Warenwert relativ hoch -> viele lokale Abnehmer und Kohlepreise weltweit nicht einheitlich -> Investitionsverhalten der Bergwerksbetreiber nur teilweise vom internationalen Kohlepreis beeinflusst
  • Wettbewerber: Ferit (Tschechien), etwa gleich groß wie SMT Scharf. Becker Warkop (Polen) etwa halb so groß (Quelle)
  • solide Finanzierung: 39 Mio. € Eigenkapital (= 62% Eigenkapitalquote), 7 Mio. € Net Cash

Wo liegt der Wettbewerbsvorteil?

Und nun die große Frage, die mich vor einigen Jahren vor einem Einstieg abgehalten hat. Wo liegt der Wettbewerbsvorteil, der schon seit Jahren Eigenkapitalrenditen jenseits der 20% ermöglicht. Hier dazu einige Gedanken:

  • wenige Konkurrenten (3 Unternehmen dürften sich > 90% des Weltmarktes aufteilen)
  • recht kleiner Nischenmarkt, eher uninteressant für sehr große Unternehmen
  • Kundenbeziehungen dürften nicht unwichtig sein. Aufbau solcher dauert lange
  • Differenzierung vermutlich primär über Qualität statt Preis. Effizienz und problemloser Einsatz dürfte Kunden wichtiger sein als der niedrigste Preis
  • hohe Wechselkosten: wer einmal Produkte von Scharf erfolgreich einsetzt, wird wohl so schnell nicht wegen einem etwas niedrigeren Preis zu einem anderen Anbieter wechseln. Im Falle von Wartung und Reparatur bestehender Transportbahnen, dürfte ein Wechsel zu einem anderen Anbieter gar nahezu ausgeschlossen sein

Alles in allem dürfte SMT Scharf ein klassischer Hidden Champion sein, der als Nischenanbieter mit langjähriger Expertise einen Wettbewerbsvorteil besitzt.

Bewertung

Bei einem Kurs von 19,90 € beträgt die Marktkapitalisierung von SMT Scharf rund 83 Mio. €. Dem gegenüber steht ein Jahresüberschuss 2012 von 11,7 Mio. €. Allerdings lief es 2013 schlechter. Das Ergebnis von 3,2 Mio. € ist aufgrund einiger Sondereffekte zwar wenig aussagekräftig (Verlust beim Verkauf einer Beteiligung, Bildung von Rückstellungen, Währungsverluste). Trotzdem ist der Umsatz aufgrund der schwierigen Lage im Bergbaubereich (recht niedriger Kohlepreis) zurückgegangen. Auf Sicht von einigen Jahren ist das Management trotzdem optimistisch und ich denke die Chancen stehen hier nicht schlecht. SMT Scharf gefällt mir sehr gut und aktuell kann man die Aktie ohne eingepreistes Wachstum kaufen, eher sogar mit eingepreisten mittelfristigen Schwierigkeiten.

Der einzige größere Risikofaktor den ich sehe: Kohle hat als Energieträger auf lange Sicht keine Zukunft, was dem Management von SMT Scharf auch durchaus bewusst ist. Experten gehen aktuell davon aus, dass die Kohleförderung auch in den nächsten 10-20 Jahren zunächst zunehmen wird. Das lässt SMT Scharf viel Zeit, um im Hard Rock Bereich stärker zu werden. Was aber, wenn erneuerbare Energien sich doch schneller durchsetzen als gedacht? Wenn z.B. in 10 Jahren bereits der Kohleverbrauch beginnt zurückzugehen, die Preise sinken und die Investitionen in Kohlebergwerke stark zurückgehen? In diesem Fall dürfte SMT Scharf ernsthafte Probleme bekommen. Ich möchte mir nicht anmaßen, so etwas besser als Experten vorhersagen zu können, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit sollte man diesem Szenario zumindest beimessen. Auch Experten haben sich schon oft geirrt und langfristige Trends falsch eingeschätzt.

zum weiterlesen

Finanzberichte von SMT Scharf
Vorstandsinterview auf wiwo.de
Vorstandsinterview auf privat-anleger.info
Vorstandsinterview bei Börsen Radio Network

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Kommentare [15]

  1. — Joker · 11. März 2014, 09:19 · #

    Ich besitze SMT Scharf seit August 2008 und habe pro Aktie weniger als 11 € bezahlt.
    Mein Einstandskurs ist, wenn man die vielen Dividenden abzieht, noch niedriger.
    Bei einem Verkauf würden keine Spekulationssteuern anfallen, da hier noch ein sogenannter “Altfall” vorliegt.
    Verkaufen werde ich daher die Aktie nicht so schnell.
    Einen jetzigen Kauf kann ich aber auch nicht empfehlen:
    SMT Scharf hat schon immer Probleme mit der Zahlungsmoral mancher osteuropäischer Länder (einschließlich Russland) gehabt. Bestellungen wurden auch z.T. erst später als ursprünglich vereinbart abgerufen.
    Natürlich gibt es auch andere Länder wie Südafrika und China, die Bergwerkstechnologie von SMT Scharf bestellen und daher für einen gewissen Ausgleich sorgen.
    Mit der Krise in der Ukraine bilden sich aber zwei neue Probleme: Zum einen ist der russische Rubel schon stark gesunken, Bestellungen werden daher teurer, und mögliche gegenseitige Sanktionen können weitere Geschäfte erheblich negativ beeinflussen.
    Dann ist da noch die Gefahr durch China:
    SMT Scharf bietet solide, konkurrenzlose Produkte, die aber relativ leicht kopiert werden können. Wie man weiß, kennen Chinesen den Begriff “Patentschutz” nur sehr vage.
    Ob sich eine so kleine deutsche Aktiengesellschaft gegen Patentverletzungen wehren kann, bezweifle ich stark.
    Auf die Aktie gestoßen bin ich übrigens über die Aktie Value-Holdings, deren Geschäftsberichte immer gut zu lesen sind.

  2. Robert Michel · 11. März 2014, 10:59 · #

    Interessante Analyse, bei einem Punkt bin ich jedoch anderer Meinung. Die Hauptgefahr für die Förderung thermischer Kohle dürfte nicht von den Erneuerbaren Energien ausgehen, sondern vom Erdgas. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien stößt in Deutschland zunehmend auf technische Grenzen, die ohne Speicherung nicht ohne enorme Zusatzbelastungen überwunden werden können. Es ist damit zu rechnen, dass die Energiewende in wenigen Jahren aufgegeben wird. Außerdem hat die Energiewende dazu geführt, dass weniger Gas aber mehr Kohle verbraucht wird.
    Andererseits ist durch das Fraking in den USA Gas so billig geworden, dass es zunehmend Kohle verdrängt. In den USA ist mittelfristig wieder mit steigenden Gaspreisen zu rechnen. Allerdings denke ich das weltweit abgesehen vom technikfeindlichen Europa Fraking immer weitere Verbreitung finden und der internationale Gaspreis fallen wird. Damit wird der Kohlebergbau international unter Druck geraten.

  3. — TiffTiff · 11. März 2014, 12:57 · #

    Hallo Leute,
    ich glaub, dass ich mich in der Energiebranche doch recht gut auskenne, da ich hier angagiert bin.
    Ich hatte SMT Scharf auch eine Zeit lang im Depot, habe aber dann aus folgendem Grund verkauft: “Bei den meisten Gruben lohnt sich aufgrund der gesunkenen Preisen (siehe API#2 oder API#4) der Abbau nicht mehr”. Derzeit beträgt der CIF-ARA-Preis für Kesselkohle (Spot) ca. 55 Euro/Tonne (N.a.R 6000 kcal/kg; SCOTA-Qualitäten)
    Die Kosten der meisten Gruben sind wesentlich höher. (Deutschland über 150 Euro/Tonne; Polen (Kompania Weglowa) über 100 Euro/Tonne; Russland (z.B. Kussbazrassrezugol oder SUEK) über 85 Euro/Tonne.

    Diese Minen werden folglich als erster bei den Investitionen sparen.
    Minen, die derzeit noch profitabel sind, sind hauptsächlich Open pit-mines. Diese Minen (z.b Cerrejon oder Drummond) haben eine wesentlich günstigere Kostenstruktur und brauchen keine aufwendigen Bahntransportsysteme für den Untertagebau.

    SMT wird die Investitionszurückhaltung in den kommenden Jahren sicher zu spüren bekommen.

  4. Stefan Mohr · 11. März 2014, 14:23 · #

    Sehr interessante Kommentare bisher, vielen Dank!

    Zur kopierbarkeit der Produkte: sicher, dass so etwas so leicht kopierbar ist? Klar, man kann die Produkte sicher nachbauen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass SMT bei Kunden weiterhin zum Zug kommt. Wer kauft schon für ein paar Euro weniger das Konkurrenzprodukt, wenn er bei SMT die Sicherheit hat, dass alles auch langfristig funktioniert, bei Bedarf schnell mal jemand für Reparaturen vorbeikommt u.ä.? Ich bin mir nicht sicher, wie wichtige solche Effekte für SMT sind, aber zumindest der Fakt, dass SMT 50% seiner Umsätze mit Service und Wartung macht, lässt mich vermuten, dass der Wettbewerbsvorteil über das reine Angebot von guten Produkten hinausgeht.

    Ansonsten: klar, der Kohlepreis hat sicher einen sehr großen Einfluss auf den zukünftigen Erfolg von SMT. Dass das Speicherproblem für Erneuerbare Energien auf Dauer gelöst wird, da bin ich mir übrigens recht sicher. Ob nun in 10 oder in 20 Jahren, ist halt die Frage. Sicher wird das auch eher ein kontinuierlicher Prozess sein. Und das mit dem Gas stimmt natürlich auch. Gut möglich, dass die zunehmende Verwendung von Gas die Kohlenachfrage begrenzt. Vielleicht ist dieser Effekt auf Sicht von 10 Jahren wichtiger als alle erneuerbaren Energien.
    Es ist halt die Frage, ob die Experten, die einen starken Wachstum des Kohleverbrauchs in den nächsten 10-20 Jahren recht behnalten. Als Laie sicher schwer, diese Frage zu beantworten.

  5. Robert Michel · 12. März 2014, 09:33 · #

    “Dass das Speicherproblem für Erneuerbare Energien auf Dauer gelöst wird, da bin ich mir übrigens recht sicher. Ob nun in 10 oder in 20 Jahren, ist halt die Frage. Sicher wird das auch eher ein kontinuierlicher Prozess sein.”

    In den letzten 10 bis 20 Jahren hat es in dem Bereich keine großen Durchbrüche gegeben. Warum sollte das in den nächsten 10 bis 20 Jahren anders sein, nur weil es auf einmal praktisch wäre? Die Leistungsfähigkeit der bisherigen Lösungen reicht um Größenordnungen nicht aus, daher sind kontinuierlich Verbesserungen nicht Ausreichend. Es bräuchte eine Lösung, die auf neuen Prinzipen beruht und die ist nicht in Sicht, es gibt noch nicht einmal Ansätze dazu.

  6. Stefan Mohr · 12. März 2014, 18:56 · #

    Ansätze gibt es meiner Meinung nach durchaus, sehr vielversprechend finde ich z.B. große Lageenergiespeicher. Dazu benötigt man nichtmal irgendwelche technologischen Quantensprünge. Je billiger Energie aus erneuerbaren Energien wird, desto drängender das Speicherproblem und desto profitabler die Entwicklung von Lösungen. Ich denke die Zeit, wann Risikokapitalgeber bereit sind, das nötige Kleingeld zu riskieren, wird kommen.

    Wie auch immer, alles schwer vorherzusagen, aber ich würde die Möglichkeit nicht ausschließen, dass die Menschheit schneller als gedacht einen Großteil ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien deckt. Wobei man schnell relativ sehen muss, in 5 oder 10 Jahren ist das mit Sicherheit nicht machbar, aber vielleicht dauert es auch keine 50 Jahre.

  7. Robert Michel · 12. März 2014, 20:39 · #

    Der Lageenergiespeicher ist doch nur Augenwischerei. Granit ist nur dreimal so dicht wie Wasser. Lageenergiespeicher also bestenfalls nur dreimal so effizient, wie die bisherigen Pumpspeicher und nicht die Größenordnungen besser, die es eigentlich bräuchte.

  8. Stefan Mohr · 12. März 2014, 21:27 · #

    Nur lassen sich Lageenergiespeicher um Größenordnungen größer bauen als Pumpspeicher. Pumpspeicher sind ja an sich sehr gut, nur dass die Möglichkeiten zum Ausbau von diesen extrem begrenzt sind.
    Ich denke, dass die Lageenergiespeicher Potential haben. Aber natürlich kann man auch sowas nicht mal eben schnell bauen, sondern es wird lange dauern, bis man das Know-How hat, so etwas in den Größenordnungen zu bauen, dass es effizient wird. Aber vielleicht bin ich da auch zu optimistisch, wir werden sehen…

  9. Robert Michel · 12. März 2014, 22:07 · #

    “Nur lassen sich Lageenergiespeicher um Größenordnungen größer bauen als Pumpspeicher. “

    Das bezweifle ich sogar. Es dürft einfacher sein Loch mit 1000m Durchmesser und 1000m Tiefe zu graben und mit Wasser zu füllen, als einen Lageenergiespeicher dieser Größe zu bauen. Das Loch kann im Tagebau ausgehoben werden der Lageenergiespeicher aber nur mit Untertagetechnik. Möglichweise werden einige deutlich kleinere Anlagen dieser Art gebaut. Sie sind jedoch nicht der große Wurf.

  10. Martin · 12. März 2014, 22:57 · #

    Ich war in der Vergangenheit auch schon in SMT Scharf investiert.

    Die nicht versicherte Explosion in Russland war ein Rückschlag, zumal anscheinend das Leasing ausgebaut werden soll. Wenn man in Länder wie Russland nicht nur verkauft, sondern dort auch Assets hat, wird das Geschäftsmodell riskanter. Wenn ich dort Assets haben möchte, kann ich auch gleich sehr billige russische Aktien kaufen. Für China sieht es ähnlich aus.

    SMT ist auf meiner Watchlist und mein Limit ist auf 16€. Ab da würde ich mir das noch einmal anschauen.

  11. — TiffTiff · 13. März 2014, 07:16 · #

    Zum Thema Energiespeicher und derzeitiger Situation im Deutschen Stromnetz habe ich einen interessanten Link:

    http://www.verein-kohlenimporteure.de/wDeutsch/aktuelles/meldungen/2014_01_23_45395238_meldung.php?navtext=Aktuelles

    (Folie 9 zeigt die derzeitige Speicherkapazität in Deutschland)

    Nun kann man argumentieren, dass sich die großen Speichermöglichkeiten in Form von Pumpspeicherkraftwerken in Österreich und Norwegen befinden. Stimmt, aber: Norwegen hat kein Interesse (Grund: Peak/off-Peak spread) und Österreich hat nicht die nötigen Stromleitungen. (Stichwort Salzburgleitung und Südschiene). Außerdem dauert es ca. 20-30 Jahre bis man eine Stromleitung bauen kann.

    Das irgendwann einmal jemand einen brauchbaren Energiespeicher entdeckt kann gut möglich sein. Muss es aber nicht. Fix ist aber,das Speicherungen in jedem Fall mit einem Verlust des Gesamtwirkungsgrades einhergehen. (Das ist dumm, wenn man bedenkt, dass wir jetzt schon die mit Abstand höchsten Stromrechnungen haben)

    Fazit: Wenn wir in Deutschland mit den Erneuerbaren so weitermachen dann wird bald einmal das Licht ausgehen. (Ich tippe auf den Zeitpunkt, wenn Grafenrheinfeld vom Netz geht)
    Stromspeicherung ist in jedem Fall sauteuer und wir können uns das eigendlich nicht leisten.

  12. Robert Michel · 13. März 2014, 09:35 · #

    “Wenn wir in Deutschland mit den Erneuerbaren so weitermachen dann wird bald einmal das Licht ausgehen. (Ich tippe auf den Zeitpunkt, wenn Grafenrheinfeld vom Netz geht)”

    Nicht bald einmal, teilweise gibt es das schon jetzt:

    http://www.derwesten.de/wirtschaft/zu-wenig-strom-trimet-huette-fuer-eine-stunde-abgeschaltet-id9106790.html

  13. — krankenhaus · 13. März 2014, 11:47 · #

    Wie wäre es mit einem neuen Blognamen, z.B.
    “Simple Energy Storage” oder so

  14. — Juwe · 2. April 2014, 08:11 · #

    Hi Stefan, cooler Artikel, bin ebenfalls aktuell an dem Titel interessiert und bin aber der Meinung, dass Kohle in den nächten Jahren unverzichtbar ist. Man muss bedenken, dass es, wenn die aktuellen Schwellenländer ihre Entwicklung zu entwickelten Märkten abgeschlossen haben, viele neue Schwellenländer geben wird, die nicht an Kohle vorbei können. Ein Land kann nicht mit Solarenergie oder Windenergie starten, da sich dies nur durch Subventionen lohnt und solch ein Land zum Start mit Sicherheit andere Probleme hat als Ökostrom zu fördern. Schließlich will jeder irgendwann von der Marktwirtschaft profitieren.
    Ich glaube, die niedrige Bewertung geht mit der aktuellen Investitionzurückhaltung der Minenunternehmen einher und wird sich, wenn diese die Konsolidierungsphase überstanden haben, ändern.
    Ich versuche noch einige Infos herauszubekommen und werde dann wahrscheinlich zuschlagen.

  15. Marcel · 30. August 2014, 17:31 · #

    Nur 2 weitere Anmerkungen zu SMT Scharf:

    1. Kohle wird ja nicht nur zum Heizen verwendet sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil bei der Stahlerzeugung und in diesem Prozess auch nicht ersetzbar. Für metallurgische Kohle eignet sich meines Wissens nach hauptsächlich höherwertige Kohle, die mittlerweile verstärkt unter Tage gefördert wird, da die leicht zugänglichen und im Tagebau zu fördernden Reservoirs in großen Teilenausgebeutet sind (Bitte korrigieren, wenn ich hier irre). Hier würde also der Markt für Scharf weiter bestehen.

    2. und das ist kein sonderlich positiver Punkt und hat mich auch zuletzt von einer Investition in Scharf abgehalten:
    SMT Scharf weist eine signifikante Accruals-Bildung über die letzten Jahre auf, so ist das Net Income in den letzten 5 Fiskaljahren in 3 Jahren deutlich höher als der operative Cash-Flow, was für mich (und im Übrigen auch in Beneishs Earnings-Manipulation Modell) eine deutliche Red Flag darstellt.

    Viele Grüße

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